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Ein Drachenleben

Einst trafen sich zwei fremde Wesen
Es gab kein Kampf trotz all der Thesen,
Der Drache zeigte sein Begehr
Zu lernen, sehen, wissen mehr.

Nach Diskussionen endlos lang
War fest versprochen, dem Menschen bang,
Durch Zauber dann, alt wie die Welt
Der Drache achtsam tiefer fällt.

Kaum optisch Mensch und schon gesellt
Sich unter Menschen gleichgestellt,
Den einen, andren Fehler mach
Doch immer wieder gutgemacht

Er lebt und lernt, es klappt recht gut
Doch tief in sich da regt sich Wut,
Das eine oder andre Mal
Er wünscht zurück sich in sein Tal

Nach langer Zeit in dieser Stadt
Der Drache hat die Menschen satt,
Zuviel erkannt und kaum gewonnen
Vielleicht nur Zeit ist ihm entronnen.

Zu tun was immer ihm gefällt
Zu erforschen was sein Leben hält,
Bis eines Tages er erkennt
Das niemand ihn mehr anerkennt.

Es bleibt nicht viel, was soll er tun
Er ist verwirrt, fragt sich was nun?
Ob er es denn versuchen soll
Zurückzukehren mit all dem Groll

Der Drache denkt, er hofft, er trauert
Sein eigenes Grab sich vielleicht mauert,
Den Spruch nun spricht, lässt Magie walten
Verschwindet schlicht in zeitlich Falten

Sanft er mustert Nebelbänke
Ihn umgebend, dichte Wände,
Sein Geist wird müde, er erkennt
Die Lage, in der er nun klemmt.

Die Kraft geschwunden, traurig schwebt
Sein Körper zwischen Welten lebt
Und in Gedanken endlich klar
Das irgendwann sein End wird wahr.


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